• Romy

Der Club der Teufelinnen. Teil II.

Aktualisiert: Mai 8

Wir alle, insbesondere aber wir Mütter, kennen ja diese eine Oma, Tante, Freundin oder die typische Kratzbürste an der Kasse im Supermarkt. Die meinen es oft nett und geben uns ungefragt Ratschläge. Oder sie teilen uns ihre universell gültige Meinung mit. Wir haben dann zwei Möglichkeiten: Entweder die große Diskussion vorn Zaun brechen. Oder eben die Klappe halten und innerlich von 1 bis...sagen wir mal 154 zu zählen.


Das Umfeld kann einem schon gehörig auf den Keks gehen. Aber es ist ja immer einfach, anderen den Schwarzen Peter zuzuschieben. Die Frage ist: Sind wir so viel besser? Ich wollte es genauer wissen, und habe nachgefragt, welche Mutter schon mal die innere Teufelin rausgelassen und ihre Meinung ungefragt kund getan hat. Die meisten Frauen, mit denen ich gesprochen habe, mussten passen. Sie denken sich ihren Teil. Einige andere konnten sich dem diplomatischen Schweigen allerdings nicht unterwerfen. Manchmal mit, manchmal ohne schlechtes Gewissen haben diese Teufelinnen dann einen rausgehauen:


Ihr seht: Kleine verbale Fehltritte passieren den Besten unter uns. Natürlich sind wir nicht ganz so dämlich und können uns im Nachhinein sehr gut denken, dass manche Ratschläge wie Vorwürfe geklungen haben müssen und wir vielleicht sogar Gefühle verletzt haben. Im besten Fall entschuldigen wir uns dafür oder schämen uns wenigstens heimlich ein bisschen. Denn eigentlich wollen wir alle doch dasselbe: Irgendwie klar kommen auf den Alltag mit Job, Kind und Haus. Ohne Verbündete würden wir doch alle in absehbarer Zeit wie unterkühlte Zombies durchs Leben irren und immer schön ein Bein nach dem anderen hinterher schleifen. Wir brauchen einfach andere Mütter, die uns verstehen und immer ein Gläschen Wein parat haben, mit dem sie uns Teufelinnen wieder ein bisschen aufheizen.


Prost!




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