• Romy

"A" wie "Anfang". Oder auch: "Arschgeige"

Aktualisiert: Mai 8


Wenn du einen Blog aufbauen willst und dich noch nie mit diesem Thema beschäftigt hast, fängst du nach maximal 15 Minuten damit an, deinen Computer anzubrüllen. Ich habe exakt 7 Minuten und 43 Sekunden gebraucht, bis mir das Wort "Arschgeige" rausgerutscht ist.


Ich sage bewusst "rausgerutscht", denn meine Kinder haben sich während meiner verzweifelten Suche nach Blog-Tipps wie immer um mich herum versammelt und auf unterschiedlichem Sprachniveau gleichzeitig auf mich eingeredet. Da ich ihnen möglichst oft ein gutes Vorbild sein möchte, schäme ich mich zu 50 Prozent für diesen verbalen Ausfall. Bei den anderen 50 Prozent habe ich ehrlich gesagt gar kein schlechtes Gewissen. Schließlich habe ich den Computer angemotzt, nicht meine drei Kinder.


Drei Kinder gucken auf den Bildschirm eines Laptops

Dabei habe ich mich so darauf gefreut, endlich mit einem nagelneuen Blog live zu gehen. Ich habe mir sogar ganze drei Minuten meiner kostbaren Freizeit genommen, um mir einen individuellen, einprägsamen und wunderbaren Namen für die Webseite auszudenken. Das erste, an was ich nämlich gedacht habe, war ein Kakadu. Ich habe keine Ahnung wieso. Ich selbst hatte mit sechs Jahren einen Wellensittich namens "Hansi" und vor circa einem Jahr rettete ich eine sehr dicke Taube am Straßenrand. Ansonsten verbindet mich bis auf das ein oder andere Hähnchen nichts mit einem Vogel. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn die Domain "Kakadu" gibt es natürlich schon. Also hab ich es so gemacht wie bei "Drei Chinesen mit dem Kontrabass". Ich habe einfach den Vokal geändert. kokodu. Zack. Name gefunden.


"Wenn wenig los ist, mach es wenigstens spannend"

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum das weltweite Netz "noch so einen Blog" braucht. Mich unterscheidet nämlich ehrlich gesagt nix von anderen Frauen mit Kindern, die ein mittelmäßig gutes Profil auf Instagram besitzen und die besten Schnappschüsse unter sechs Filtern hochladen. Ich werde euch wahrscheinlich keine besonders teure Einrichtung zeigen (allerdings bearbeite ich gerade meinen Mann, ein neues khakifarbenes Kord-Sofa zu kaufen) und vegane Kochrezepte müsste ich selber auf Google suchen. Ich lebe auch nicht nach bestimmten Grundsätzen, die ich teilen könnte, denn diese Grundsätze ändern sich dank meiner Kinder gerne mal von heute auf morgen.


Was ich allerdings regelmäßig und wirklich gerne mache: Ich schreibe Geschichten. Ich mag es, selbst den kleinen Dingen große Bedeutung beizumessen. Das ist es nämlich, was mich der Dauerpandemiezustand gelehrt hat. Wenn einfach wenig los ist, mach es wenigstens spannend. Verzeiht mir dabei eventuelle Verbal-Eskalationen. Die meisten Beiträge entstehen im völligen Durcheinander von Homeschooling, Kleinkindbetreuung und Arbeitsalltag. Und wie ich anfangs ja bereits angedeutet habe...lieber am Computer mal ordentlich ein Fass aufmachen, als die Kinder anzuschrammeln.


In diesem Sinne freue ich mich sehr, wenn Du häufiger mal bei kokodu vorbei schaust!


Deine Romy




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